"Kleiner Go-Kurs"
3. Lektion: Verbotene Züge - Ko und Selbstmord

1. Die Ko-Regel: Das direkte Zurückschlagen eines einzelnen Steines im nächsten Zug ist verboten.
2. Die Selbstmordregel: Selbstmord ist verboten.

1. Hat Weiß - wie in den beiden Beispielen im Diagramm - auf 1 gezogen, kann dieser Stein von Schwarz regulär mit 2 gefangen werden, da er nur eine Freiheit besitzt. Danach darf Weiß aber nicht mit 3 wiederum auf 1 setzen, um den schwarzen Stein auf 2 zu schlagen, der ebenfalls nur eine Freiheit besitzt. Wäre das erlaubt, könnte danach Schwarz wiederum mit 4 auf 2 den weißen Stein 3 fangen, danach würde Weiß mit 5 auf 1 den schwarzen Stein 2 schlagen usw. - das Spiel würde sich in einer sinnlosen Endlosschleife verfangen! Nachdem Schwarz mit 2 den weißen Stein 1 gefangen hat, muß Weiß daher zunächst mit 3 woanders auf dem Brett setzen. Wenn Schwarz dies mit 4 beantwortet, darf Weiß mit 5 den schwarzen Stein 2 auf 1 fangen.

2. Im Diagramm haben die drei Steine in der rechten oberen Ecke nach dem schwarzen Zuge 5 kein Freiheit mehr, wären damit gefangen und müssten vom Brett genommen werden. Das wäre Selbstmord von Schwarz, da er den Verlust der eigenen Steine selbst bewirkt hat, was verboten ist. Gleiches gilt für den schwarzen Zug auf 6, der keine Freiheiten hat. Ist allerdings der Punkt 'A' mit einem schwarzen Stein besetzt, würde der Zug auf 6 zugleich allen weißen Steinen die letzte Freiheit nehmen. Dann wäre dieser Zug kein Selbstmord mehr, da mit diesem Zug die weiße Steingruppe vom Brett genommen wird, wonach der schwarze Stein auf 6 drei Freiheiten hat.

 


© DGoB -  letzte Aktualisierung: 2002-04-19 11:17, webmaster@dgob.de